Kategorie: Gin

Gin online kaufen und die Vielfalt der Botanicals entdecken: Wählen Sie zwischen klassischem London Dry Gin, Distilled Gin, modernen Botanical-Stilen, Old Tom und Geschenksets aus Deutschland, Europa und weiteren Herkunftsländern. Ergänzt wird die Auswahl durch alkoholfreie Alternativen für Longdrinks und Cocktails.

Nutzen Sie Filter und Sortierung, vergleichen Sie Botanicals, Stil, Herkunft und Alkoholgehalt und finden Sie den passenden Gin für Gin Tonic, Martini, Negroni oder zum Purverkosten.

Gin entdecken: Wacholder, Botanicals und Stil verstehen

Von klassisch trocken und wacholderbetont bis floral, zitrisch oder würzig: Gin erhält seinen Charakter durch die Auswahl und Verarbeitung der Botanicals. Bei trynk.de finden Sie London Dry Gin, Distilled Gin, moderne Botanical-Stile, Old Tom, Geschenksets und alkoholfreie Alternativen aus Deutschland, Europa und weiteren Herkunftsländern.

Was ist Gin?

Nach der europäischen Spirituosenverordnung ist Gin eine mit Wacholder aromatisierte Spirituose auf Basis von Ethylalkohol landwirtschaftlichen Ursprungs. Verwendet werden Wacholderbeeren der Art Juniperus communis; der Wacholdergeschmack muss vorherrschen. Der Mindestalkoholgehalt beträgt 37,5 % vol.

Weitere Botanicals dürfen das Profil ergänzen. Häufig sind Koriandersamen, Zitrusschalen, Angelikawurzel, Kardamom, Pfeffer, Kräuter oder Blüten. Entscheidend ist nicht die Anzahl, sondern wie ausgewogen sie Wacholder und Grundalkohol ergänzen.

Wie wird Gin hergestellt?

  1. Grundalkohol auswählen: Ein hochwertiger Alkohol landwirtschaftlichen Ursprungs bildet die Basis.
  2. Botanicals zusammenstellen: Wacholder ist verpflichtend und geschmacklich prägend; weitere Pflanzenstoffe definieren den Stil.
  3. Aromen übertragen: Botanicals können im Alkohol mazerieren, während der Destillation im Brennkessel liegen oder über einen Aromakorb vom Dampf durchströmt werden. Destillerien kombinieren diese Verfahren häufig.
  4. Destillieren und ruhen: Bei destilliertem Gin werden Wacholder und natürliche Botanicals gemeinsam mit geeignetem Alkohol destilliert. Anschließende Ruhe kann das Profil harmonisieren.
  5. Auf Trinkstärke bringen: Mit Wasser wird der Gin auf die gewünschte Stärke eingestellt und abgefüllt.

Mazeration ist nicht grundsätzlich kräftiger und Dampfinfusion nicht automatisch feiner: Rezeptur, Schnitt, Temperatur und Brennapparat wirken zusammen.

Gin, Distilled Gin und London Gin

  • Gin: Wacholder muss geschmacklich dominieren; die Aromatisierung kann innerhalb der gesetzlichen Vorgaben unterschiedlich erfolgen.
  • Distilled Gin: entsteht durch Destillation von geeignetem landwirtschaftlichem Alkohol in Gegenwart von Wacholder und weiteren natürlichen Botanicals oder durch eine zulässige Kombination mit einem solchen Destillat. Bloßes Zugeben von Essenzen ergibt keinen Distilled Gin.
  • London Gin: ist eine besonders eng definierte Form von Distilled Gin. Sämtliche natürlichen Pflanzenstoffe geben ihr Aroma während der Destillation ab; London Gin ist farblos und darf praktisch nicht gesüßt werden. Er muss nicht aus London stammen.
  • Dry Gin: „Dry“ beschreibt nach EU-Recht einen sehr niedrigen Gehalt zugesetzter Süßungsmittel von höchstens 0,1 g je Liter, ausgedrückt als Invertzucker.

Old Tom, Botanical und moderne Gin-Stile

Old Tom bezeichnet meist einen weicheren, teilweise leicht gesüßten historischen Stil. New Western, Contemporary oder Botanical Gin sind verbreitete Stilbeschreibungen, aber keine einheitlich geschützten EU-Kategorien. Auch bei modernen Gins muss Wacholder für die Verkehrsbezeichnung Gin geschmacklich vorherrschen.

Farbe allein sagt wenig über Qualität oder Stil. Für London Gin ist Färbung ausgeschlossen; andere Gin-Kategorien können je nach Rezeptur und Kennzeichnung farbig erscheinen.

Botanicals und Geschmacksprofile

  • Wacholder: harzig, waldig, frisch und leicht pfeffrig.
  • Koriander und Zitrus: können helle, würzige und frische Noten verstärken.
  • Wurzeln: Angelika oder Iriswurzel geben häufig erdige Tiefe und verbinden Aromen.
  • Kräuter und Gewürze: Rosmarin, Thymian, Kardamom, Pfeffer oder Zimt prägen würzige Stile.
  • Blüten und Früchte: Rose, Hibiskus oder Beeren können florale und fruchtige Akzente setzen.

Ein Gin mit vielen Botanicals ist nicht automatisch komplexer. Qualität zeigt sich in klarer Aromatik, Balance, sauberer Textur und einem stimmigen Nachklang.

Welcher Gin passt zu welchem Tonic?

  • Klassisch-wacholderbetont: mit einem trockenen, neutralen Indian Tonic beginnen.
  • Zitrisch: ein zurückhaltendes mediterranes oder leicht herbes Tonic bewahrt die Frische.
  • Floral und fruchtig: wenig süßes Tonic wählen, damit der Drink nicht parfümiert wirkt.
  • Würzig und kräftig: ein markanteres Tonic kann standhalten; zunächst mit wenig Garnitur probieren.

Als Ausgangspunkt eignet sich etwa ein Teil Gin zu zwei oder drei Teilen Tonic. Viel Eis hält den Drink kalt und verlangsamt die Verdünnung. Garnituren sollten das Profil ergänzen, nicht überdecken.

Gin pur und in Cocktails genießen

  • Pur: kleine Menge bei kühler bis moderater Temperatur im Nosing-Glas verkosten.
  • Gin Tonic: ideal, um Wacholder und Botanicals mit Bitterkeit und Kohlensäure zu verbinden.
  • Dry Martini: trockener, strukturierter Gin mit Wermut.
  • Negroni: kräftiger Gin mit Bitteraperitif und rotem Wermut.
  • Tom Collins: Gin, Zitrone, Süße und Soda für einen frischen Longdrink.

Flaschen stehend, gut verschlossen sowie kühl und lichtgeschützt lagern. Sehr niedrige Füllstände beschleunigen durch mehr Sauerstoff in der Flasche den Aromaverlust.

Alkoholfreie Gin-Alternativen

Die Bezeichnung Gin setzt in der EU mindestens 37,5 % vol. voraus. Alkoholfreie Produkte mit Wacholder- und Botanical-Aromatik sind daher Alternativen zu Gin, rechtlich jedoch kein Gin. Sie eignen sich je nach Produkt für alkoholfreie Longdrinks und Cocktails; Zubereitungsempfehlung und Zutaten stehen auf der Produktseite.

Häufige Fragen zu Gin

Muss Gin nach Wacholder schmecken?

Ja. Für die Verkehrsbezeichnung Gin muss der Wacholdergeschmack gegenüber den weiteren Aromen vorherrschen.

Muss London Gin aus London kommen?

Nein. London Gin bezeichnet eine gesetzlich definierte Herstellungsweise und keine verpflichtende geografische Herkunft.

Was bedeutet „Dry“ bei Gin?

Dry bezieht sich auf die Süßung: Es dürfen höchstens 0,1 g zugesetzte Süßungsmittel je Liter enthalten sein, ausgedrückt als Invertzucker. Der Gin muss deshalb sensorisch nicht völlig herb wirken.

Wie hoch ist der Alkoholgehalt von Gin?

Gin, Distilled Gin und London Gin müssen in der EU mindestens 37,5 % vol. besitzen. Die konkrete Stärke steht auf Produktseite und Etikett.

Welches Glas eignet sich für Gin Tonic?

Ein großes Highball- oder Copa-Glas bietet Platz für viel Eis und Tonic. Zum Purverkosten eignet sich ein tulpenförmiges Nosing-Glas.

Stand: September 2026. Redaktionell geprüft anhand der Verordnung (EU) 2019/787 über Spirituosen. Maßgeblich sind stets die Angaben auf der jeweiligen Produktseite und dem Flaschenetikett.