Das Vorspiel Rosé von der Remstalkellerei im Produkttest

Produkttest: Das Vorspiel Rosé von der Remstalkellerei

Beschreibung

Ende August darf ein Rosé ruhig noch einmal nach Sommer schmecken. „Das Vorspiel“ von der Remstalkellerei ist dafür ein passender Kandidat: ein unkomplizierter, deutlich fruchtiger Zweigelt Rosé mit 11,5 Prozent Alkohol, der am besten gut gekühlt bei 6 bis 8 Grad ins Glas kommt. Die Edition entstand gemeinsam mit trynk und ist auf 636 Flaschen begrenzt.

Wo kommt er her?

Der Wein kommt aus Württemberg und wird von der Remstalkellerei eG in Weinstadt erzeugt. Damit ist er im Remstal zu Hause, einer Region, in der Wein nicht nur Landschaft prägt, sondern ganz selbstverständlich zum Essen gehört. Die Rebsorte Zweigelt bringt dabei einen kleinen südöstlichen Akzent in einen Wein aus deutscher Herkunft.

Duft und Geschmack

Schon die kräftig rosafarbene Optik kündigt an, dass dieser Rosé nicht auf leise Mineralik setzt. In der Nase stehen Kirsche, Erdbeere und besonders Himbeere im Vordergrund. Am Gaumen wirkt er frisch, weich und zugänglich. 14,2 Gramm Restzucker treffen auf 5,3 Gramm Säure pro Liter. Das ergibt eine spürbare Fruchtigkeit, die nicht klebrig wirkt, weil die Säure genügend Spannung mitbringt.

Wer ausschließlich sehr trockene, herb geprägte Rosés sucht, wird hier wahrscheinlich nicht seinen Favoriten finden. Wer saftige Beerenaromen und einen harmonischen Stil mag, dürfte mit „Das Vorspiel“ schnell warm werden.

Was passt dazu?

Meine erste Wahl wäre Burrata mit reifen Tomaten, Basilikum und gutem Olivenöl. Die Beerenfrucht greift die Süße der Tomaten auf, während die Säure durch die Cremigkeit des Käses schneidet. Auch zu gegrillten Garnelen oder einem mild gewürzten Couscoussalat passt der Wein gut, weil er genug Frische mitbringt, ohne feine Aromen zu überdecken.

Zum Dessert funktioniert ein nicht zu süßer Käsekuchen. Hier zahlt sich der kleine Restzucker aus: Der Wein wirkt neben dem Kuchen nicht dünn, und die Himbeeraromen setzen einen fruchtigen Gegenpunkt.

Persönliche Meinung

Für mich liegt die Stärke dieses Rosés in seiner ehrlichen, unkomplizierten Art. Er möchte kein Wein zum langen Analysieren sein, sondern einer, den man an einem warmen Spätsommerabend öffnet und gern noch ein zweites Glas einschenkt. Besonders gelungen finde ich das Zusammenspiel aus klarer Beerenfrucht und genügend Säure. „Das Vorspiel“ ist kein knochentrockener Rosé, aber genau das macht ihn zu einem vielseitigen Begleiter für Gäste mit unterschiedlichen Vorlieben.

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